Kreisverband Meppen

Stegemann sieht viele Fragezeichen beim Hanfanbau für deutsche Landwirte

Die Bundesregierung hat eine kleine Anfrage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum Thema Hanfanbau in Deutschland (Drucksache 20/653) beantwortet. Dazu erklärt der Abgeordnete für das Emsland und die Grafschaft Bentheim Albert Stegemann in seiner Rolle als agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion:
„Die regierende Ampel-Koalition kann weder Daten, Informationen oder konkrete Vorstellungen zu ihren Plänen zur Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken vorlegen. Daher lässt die Bundesregierung die Fragen zum Hanfanbau auch im Wesentlichen komplett unbeantwortet.

Die Nachfrage nach medizinischem Cannabis ist in Deutschland in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen. Von diesem Boom profitieren unsere heimischen Landwirte allerdings nicht. Die Erzeugung von Cannabis findet auch nicht auf Agrarflächen, sondern Indoor auf zumeist nicht-landwirtschaftlichen Betrieben statt. Entgegen den Ankündigungen von Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir stehen auch keine Bäuerinnen und Bauern ‚in den Startlöchern‘, um Hanf anzubauen. Die landwirtschaftlichen Betriebe in meiner Heimat direkt an der holländischen Grenze sind über etwaige Ankündigungen sehr verwundert.

Agrarpolitische Nebelkerzen zu werfen, fördert keine nachhaltige und wettbewerbsfähige Landwirtschaft in Deutschland. Die Ampel wäre gut beraten, endlich konkrete, abgestimmte und praxisgerechte Entwürfe vorzulegen, wenn sie solch große Ankündigungen tätigt.“