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15.07.2010, 11:23 Uhr
Gitta Connemann (MdB) und Gerd Höfer besuchten Reservisten im Emsland
Offene Worte an den Präsidenten
Der Präsident des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V., Major d. R. Gerd Höfer, traf sich zu einem offenen Gespräch mit Reservisten der Kreisgruppe Emsland / Grafschaft Bentheim im Kameradschaftsheim der Reservistenkameradschaft Werlte.














Gerd Höfer war einer Einladung der Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann gefolgt, die nach einem Truppenbesuch beim Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst ein Treffen mit den Soldaten der Reserve ihres Wahlkreises angeregt hatte.

In ihrem Grußwort würdigte die Politikerin das freiwillige Engagement der Reservisten, dessen gesellschaftliche und militärische Bedeutung in der Bevölkerung noch zu wenig bekannt sei. Die Bundestagsabgeordnete bekannte sich eindeutig zum Erhalt der Wehrpflicht und sprach sich dagegen aus, die Entscheidung über eine Aussetzung des verpflichtenden Grundwehrdienstes nach Kassenlage zu fällen.

Gerd Höfer umriss in seinem Redebeitrag die momentanen Herausforderungen des Reservistenverbandes und unterstrich hinsichtlich der derzeitig diskutierten Einsparvorschläge, dass die Bundeswehr auch weiterhin an engagierten Reservisten interessiert sei. Die verkürzte Wehrpflicht, so Höfer, bringe im Bereich der Rekrutenausbildung neue Aufgaben für die Soldaten der Reserve mit sich. Der Präsident des Reservistenverbandes forderte seine Kameraden daher auf, sich noch offensiver in der Mitgliederwerbung zu engagieren.

Nach einem Grußwort des stellvertretenden Bürgermeisters der Samtgemeinde Werlte, Daniel Thele, stellte der Vorsitzende der Kreisgruppe Emsland / Grafschaft Bentheim, Hauptfeldwebel d. R. Thomas Landwehr, Struktur, Größe und Mitgliederentwicklung der Kreisgruppe in einer kurzen Präsentation vor. Der Kreisvorsitzende verdeutlichte, dass die Kreisgruppe, die flächenmäßig größer als das Saarland ist, nahezu ohne eine Dienststelle der Streitkräfte auskommen muss und die Durchführung dienstlicher Veranstaltungen damit deutlich erschwert wird.

So wurden in der anschließenden Diskussion auch in erster Linie Probleme angesprochen, die eher die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr als mit dem Reservistenverband betrafen. Deutlich wurde hierbei die Forderung nach einer Reservistenlaufbahn, die es auch nicht beorderten Soldaten der Reserve ermöglichen sollte, hinsichtlich ihres Dienstgrades gefördert zu werden. Dieser Schritt, so Oberstleutnant a. D. Joachim Teubner, würde auch die Mitgliederwerbung erheblich erleichtern. Scharf kritisiert wurde die Tatsache, dass aufgrund der jüngsten Kürzungen im Wehretat mehrere von den Reservisten geplante dienstliche Veranstaltungen abgesagt werden mussten. Die drastischen Kürzungen von bis zu 50% der bereits zugesagten Haushaltsmittel, so der Tenor mehrerer Wortmeldungen, erschwere unverhältnismäßig die Erfüllung des parlamentarischen Auftrages der freiwilligen Reservistenarbeit.

Zum Ende der Diskussionsrunde bedankter sich Thomas Landwehr bei Gitta Connemann und Gerd Höfer herzlich für das Gespräch und überreichte den beiden Hauptrednern ein Wappen der Kreisgruppe.

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Text: Hagen Gundlach van Dühren - 30.06.2010
Foto: Tanja Plock

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